Altersversorgung: Hohe Anforderungen an Arbeitgeber

Aon Hewitt Studie: Jeder zweite Arbeitnehmer erwartet finanzielle Beteiligung



Über die Hälfte aller Arbeitnehmer (53 Prozent) erwartet eine finanzielle Beteiligung seines Unternehmens an seiner Altersversorgung. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Studie des Beratungsunternehmens Aon Hewitt. In Zusammenarbeit mit dem Statistikportal Statista wurden die Antworten von 1.000 Arbeitnehmern ausgewertet. Nur 28 Prozent der Mitarbeiter wären mit einem bloßen Angebot zur betrieblichen Altersversorgung ohne finanzielle Beteiligung zufrieden.

„Unternehmen sollten das Potenzial von Pensionsplänen nutzen, um ihre Attraktivität für Mitarbeiter zu erhöhen”, stellt Fred Marchlewski, Geschäftsführer von Aon Hewitt, fest. „Es lohnt sich auf jeden Fall, auch die neuen Möglichkeiten zu prüfen, die das Betriebsrentenstärkungsgesetz schafft.”

Handlungsbedarf sieht Marchlewski aber vor allem beim Mittelstand. „Während Konzerne in der Regel schon seit längerem entsprechende Regelungen anwenden, gibt es bei mittelständischen Unternehmen einen deutlichen Nachholbedarf. Sie vergeben damit eine Chance, qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen und zu halten”, beschreibt Marchlewski die Situation. Die Studie zeigt deutlich, dass die Erwartungshaltung im Mittelstand kaum geringer ist als bei Großbetrieben. „Dort liegt sie zwar unter dem Wert von 63 Prozent bei Großunternehmen, darf aber keinesfalls vernachlässigt werden”, erläutert Marchlewski.


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Auch jüngere Arbeitnehmer erwarten, dass sich der Arbeitgeber an der Alterssicherung beteiligt. Quelle: Aon Hewitt

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Vor allem der Mittelstand ist bei der Altersversorgung gefordert. Über die Hälfte aller Mitarbeiter erwartet hier, dass sich der Arbeitgeber daran beteiligt. Damit ist die Erwartungshaltung kaum geringer als bei Großunternehmen. Quelle: Aon Hewitt